Hass im Netz đź™…

Hass im Netz ist ein Begriff, der viele verschiedene Bedeutungen haben kann – oft wird damit von Cybermobbing bis Hasspostings und beleidigende Privatnachrichten alles thematisiert und zusammengefasst. Die Bezeichnung bleibt schwammig und oft nicht klar genug.

Vanessa Spanbauer
Mathias Haas

Doch was ist Hass im Netz eigentlich? Eine Definition ist, dass er verhetzende oder hassmotivierte Inhalte und Postings auf Online Plattformen und sozialen Medien umfasst, die gegen bestimmte Gruppen, z.B. wegen ihrer sexuellen Orientierung, ihres Geschlechts oder einer Behinderung, gerichtet sind. Hass im Netz ist also oft nur eine Umschreibung für Rassismus, Sexismus, Homofeindlichkeit, Ableismus und Ageism im Netz. Wenn man sich die genannten Phänomene ansieht, fällt auf, dass sich im Netz genau dieselben Diskriminierungsformen finden lassen, die in der offline Welt teils seit Jahrhunderten in der Gesellschaft zu finden sind. Hass im Netz kann somit nur bekämpft werden, wenn man die zugehörigen Phänomene bekämpft.‍

Nicht alle Betroffenen werden gesehen‍


Jede Person kann von Hass im Netz betroffen sein, doch manche trifft es stärker als andere. Hass im Netz ist ein Thema, dass oft nur durch die Linse einer Betroffenen Gruppe betrachtet wird, die von Frauen in der Öffentlichkeit. Obwohl bekannte und berühmte Frauen oft von Hass im Netz betroffen sind und besonders mit sexistischen Beschimpfungen und Drohungen zu kämpfen haben, ist das nicht die alleinige Zielgruppe des Hasses. Laut Expert*innen, unter anderem auch der Beratungsstelle #GegenHassimNetz vom Verein ZARA – Zivilcourage und Anti-Rassismus-Arbeit, ist die größte Gruppe der Betroffenen Menschen mit Migrationsgeschichte und Geflüchtete. Eine Gruppe die besonders Rassismus erlebt von dem auch Menschen betroffen sind, denen eine „andere“ Herkunft zugeschrieben wird.

Was kann man tun

Es gibt mehrere Möglichkeiten, um gegen Hass im Netz vorzugehen. Einerseits bleibt der juristische Weg, denn Dinge wie Verhetzung und Cyber-Mobbing kann man Strafrechtlich anzeigen. Andererseits kann Zivilrechtlich gegen Delikte wie Beleidigung und Rufschädigung vorgegangen werden. Momentan wird ein Gesetzesentwurf begutachtet und überarbeitet, der diese Schritte noch einfacher machen soll.
Außerdem ist es möglich die Social Media Plattformen in die Pflicht zu nehmen und Hass-Inhalte direkt auf den Plattformen zu melden. Die Plattformen müssen diese Meldungen dann überprüfen und gegebenenfalls Löschen. Allerdings ist hier schwer abzuschätzen, nach welchen Maßstäben entschieden wird und viele Inhalte bleiben dennoch im Internet stehen.  
Außerdem ist es möglich Hass-Inhalte und Postings bei zuständigen Beratungsstellen zu melden – Liste unten.



Du bist nicht alleine




Solidarität ist das Wort, dass in den Situationen in denen Hass erlebt wird am wichtigsten ist. Wenn Betroffenen gezeigt wird, dass sie nicht alleine sind und nicht alleine durch eine derartige Situation müssen, ist es ein Schritt Hass zu bekämpfen. Das kann auf verschiedene Arten passieren: Durch einfaches anschreiben in einer Privatnachricht, um zu fragen, wie es jemanden geht bis einfach da zu sein oder eine Art Kampagne, wie  #Flowerrain oder #Lovestorm zu starten, um Solidarität auszudrücken. Ebenfalls gibt es die Möglichkeit der Gegenrede und dazu gegen Hass im Netz aufzustehen.

 Du kannst auch Solidarität mit dem "Gesturing No" Emoji (🙅) zeigen, wenn du Hass im Netz bei anderen siehst.

Weitere Infos und Beratung:



Beratungsstelle #GegenHassimNetz ZARA – Zivilcourage und Anti-Rassismus-Arbeit 
https://zara.or.at/de/beratung/beratung_rassismus_hassimnetz



Banhate App 
https://www.banhate.com



Saferinternet.at 
https://www.saferinternet.at

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